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Freitag, dem 53. Caduce 6
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Das Datum lesen muss so einfach sein wie die Uhr lesen. Also, da die Abrechnung der Stunden Vielfache von 6 benutzt (12, 24, 60), wird der neue Kalender eine ähnliche Basis benutzen, die Sexagesimalbasis (6, 60). Diese beiden Zahlen, 6 und 60, sind durch ihre Komplementarität (60 = 10 x 6) und ihre Teilbarkeit (6 ist durch 2 und 3 teilbar, 60 durch 2, 3, 4, 5, 6, 10, 12, 15, 20 und 30) auffällig.

Deshalb wird das Sonnenjahr in sechs 60-tägige Zeitabschnitte geteilt, die Sechsteljahr genannt werden. 6 x 60 = 360. Rest 5. Nun aber zwischen sechs Gegenständen gibt es fünf Räume. Ein Tag, der hinzutretenden Tag genannt wird, stellt sich in jedem Raum auf, oder, was kommt auf dasselbe heraus, nach jedem der ersten fünf Sechsteljahre. 360 + 5 = 365. Die Rechnung geht auf.

Um den Übergang zwischen dem gegenwärtigen Kalender und dem Sexagesimalkalender zu erleichtern, wäre es wünschenswert, wenn dieser am Tag der Wintersonnenwende beginnen würde (in der Nordhalbkugel, der Sommersonnenwende in der Südhalbkugel), der in Weltzeit ausgedrückt ist.

Ab diesem Datum nennen sich die sechs Sechsteljahre beziehungsweise Frigée, Éclose, Florée, Granée, Récole und Caduce. Diese französischen Namen, die aus einer lateinischen Etymologie gebildet werden, werden von dem Vegetationszyklus in den Ländern, die ein gemäßigtes Klima haben, inspiriert, und erinnern beziehungsweise an die Kälte, die Knospenöffnung, das Blühen, das Fruchten, die Ernte und den Laubfall.

Die Tage werden innerhalb jedes Sechsteljahres von 1 bis 60 nummeriert. Das Jahr beginnt also am 1. Frigée und endet am 60. Caduce. Wenn der Tag nach dem 60. Caduce nicht mit der Wintersonnenwende zusammenfällt (was alle etwa vier Jahre geschehen wird), stellt sich ein sechster hinzutretender Tag am Jahresende auf, nach Caduce. So werden die Schaltjahre gebildet.

Jedes Sechsteljahr wird in zehn 6-tägige Wochen geteilt. Diese Tage nennen sich Montag, Dienstag, Wotantag, Donnerstag, Freitag und Samstag. Daraus ergibt sich, dass alle Sechsteljahre am Montag beginnen und am Samstag enden, und dass alle 2., 8., 14., 20., 26., 32., 38., 44., 50., 56. jedes Sechsteljahres immer einen Dienstag sind, welches das Sechsteljahr sein mag, welches das Jahr sein mag. Logischerweise gibt es sechzig Wochen in einem sexagesimalen Jahr.

Dann kommen die hinzutretenden Tage. Die Etymologie erinnert an Außenbeiträge, überzählige Gegenstände, Zusatzelemente. Von ihrer Außergewöhnlichkeit aus, werden diese Tage lieber frei sein, ebenso wie den 1. Frigée (Neujahrstag) und den Donnerstag 58. Caduce (Kindertag, Mitteldatum zwischen Nikolaustag und Weihnachten, der die Neujahrwochenende öffnet). Diese Tage, die von verschiedenen Traditionen inspiriert werden, nennen sich:
- Bacchanal (Bacchustag, Liebestag, letzter Tag des Karnevals, der dem gegenwärtigen 19. Februar entschpricht),
- Ceres (Cerestag, Fest der Fruchtbarkeit, 21. April),
- Musica (Musiktag, 21. Juni),
- Liber (Buchtag, Fest des schriftlichen Ausdruck in all seinen Erscheinungsformen, 21. August),
- Memento mori (Allerseelen, Tag der Vorfahren, 21. Oktober),
- Sext (sechster hinzutretender Tag, der alle vier Jahre um den 21. Dezember wiederkehrt).

Ein Datum in Ziffern schreiben ist auch sehr einfach. Zwei Ziffern sind für den Tag notwendig (von 01 bis 60), eine für das Sechsteljahr (von 1 bis 6), und drei für die Jahre, damit man alle Verwechslung vermeiden kann. Da die Uhr nach einer abnehmenden Reihe geschrieben ist (Stunden, Minuten, Sekunden), wird das Datum einer ähnlichen Ordnund folgen: Jahr, Sechsteljahr, Tag. Der 1. Frigée des Jahres 1 wird also 001.1.01 geschrieben werden, der 24. Granée 147, 147.4.24. Ein hinzutretender Tag wird wie der einundsechzigste Tag des vorhergehenden Sechsteljahres geschrieben werden. Zum Beispiel wird der Bacchanal des Jahres 22, mehr üblicherweise Bacchanal 22, 022.1.61 geschrieben werden.

Das erste Jahr des Sexagesimalkalenders ist das Jahr 1 (oder 001). Der 1. Frigée 001 ist der Tag nach dem 20. Dezember 2012 des gregorianischen Kalenders. Dieser Zeitpunkt trifft mit dem Ende eines 13 Baktun-Zyklus des Maya-Kalenders zusammen (1 baktun = 144 000 Tage).

Die früheren Daten werden nach den Regeln ihres ursprünglichen Kalenders weiterausgedrückt. So werden die historischen Anhaltspunkte behaltet.


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